Angkor Wat – Ein sagenhafter Tempel in Kambodscha

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Angkor Wat – Ein sagenhafter Tempel in Kambodscha

Der Angkor Wat ist in dieser historischen Bauanlage der größte Tempel. Um ihn zu erreichen folge ich dem Strom der anderen Besucher über einen Steg aus Steinen, denn die Anlage ist von einem breiten Wassergraben umgeben.

angkor-watDer weitere Weg führt über eine Wiese, die auf Grund der Regenzeit zur Zeit noch von Wasser überflutet ist. Das hält jedoch weder Urlauber noch Fotografen auf, gegen Entgelt ein Erinnerungsfoto zu knipsen. Das beliebteste Motiv ist für die meisten, auf einem Pferd sitzend mit dem Angkor Wat im Hintergrund. Um das Aufsitzen für die Besucher zu erleichtern steht ein kleiner Hocker neben dem stolzen Ross.

Nun habe ich den Eingang erreicht und betrete das Gemäuer, von welchem die Wissenschaftler annehmen, dass es aus dem 12. Jahrhundert stammt. Die Bauten weisen zahlreiche Schäden auf, die durch Witterungseinflüsse, Vegetation und menschlicher Zerstörung resultiert. Ein weiterer Grund für den Verfall ist, das diese Tempelstadt ursprünglich dem Gott Vishnu geweiht war und die Khmer sich im 13. Jahrhundert dem Buddhismus zu wandten. Daher wurden auch keine neuen Tempel in Angkor errichtet. Die Anlage wurde erst später (ca. 16. Jahrhundert) als buddhistisches Heiligtum ernannt.

Die Tempel werden weiterhin aufwändig restauriert

Inzwischen sind verschiedene Organisationen damit beschäftigt Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen um den weiteren Zerfall von Angkor Wat zu stoppen.

Ich beginne meinen Rundgang im Erdgeschoss. Hier führt ein langer Flur rund um das Gebäude, auf der einen Seite unterbrochen von Maueröffnungen durch die das Licht hinein fällt. An der anderen Wand sind Abbilder verschiedener hinduistischer Gottheiten.

An einer Stelle führt eine Toröffnung in den Innenhof des Tempels. Hier ragt in der Mitte ein hohes Gebäude auf, an dem eine „neue“ Treppe angebracht wurde um hinaufzusteigen. Die Originaltreppe ist im laufe der Zeit so verwittert und abgenutzt worden, das es zu gefährlich ist sie zu benutzen. Also los, hinauf! Es gibt keine Entschuldigung sich vor dem Treppensteigen zu drücken.

Doch die Mühe lohnt sich, von hier oben habe ich einen fantastischen Rundblick über das Gelände. Ganz hinten in weiter Ferne sehe ich den gelben Heliumballon aufsteigen. Diese Ballonflüge werden in allen Hotels als Ausflug angeboten.

Fotografieren kostet oft Geld

Unten werden wir von einer Gruppe Kambodschaner in Empfang genommen, die sich in traditionellen Kostümen mit den Urlaubern fotografieren lassen. Drei mal knipsen pro Person zum Preis von einigen Rial bieten sie uns an und auch ich lasse mich mit der Gruppe ablichten. Die Anweisungen sind exakt, eine der jungen Damen zeigt mir vor jedem Kameraklick genau wie ich meine Hände halten muss.

Nachdem ich die meisten der verschlungenen Gänge in dem Tempel besichtigt habe mache ich mich auf den Rückweg um Jimmy zu treffen und die übrigen Anlagen auf dem riesigen Gelände zu besichtigen.

Glücklicherweise gibt es in Siem Reap kaum Glücksspiel. Touristen suchen aber häufig die Möglichkeit des online casino de. Allerdings sollte man sich vorher über Casinos und das Glücksspiel informieren. In Deutschland ist online Glücksspiel und der Besuch von Online-Casinos zum Beispiel in Schleswig-Holstein erlaubt.

Doch zuerst brauche ich einen Schluck Wasser, die Hitze und die Luftfeuchtigkeit sind absolut schweißtreibend. Ich gehe zu einem der Kioske neben den Verkaufsständen von Souvenirs, dort sind sogar Plastikstühle für die müden Besucher aufgestellt. Doch in dem Moment wo ich sitze, bin ich den Verkäufern hilflos ausgeliefert. „One Dollar, only!“ tönt es von allen Seiten. Die meisten dieser Händler sind Kinder, vermutlich unter zehn Jahren. Doch geschickt und routiniert versuchen sie ihre Waren an den Mann bzw. Frau zu bringen. Seidentücher, T-Shirts, Ketten und Ansichtskarten, was immer das Herz begehrt. Sonnenhüte und Regenschirme bieten sie mit dem Hinweis an, dass ich beides bei jedem Wetter benutzen kann.

Viele Kinder leben von den Touristen in Angkor Wat

Einige der Kinder verkaufen Flöten, auf denen sie zu Reklamezwecken „Stille Nacht, heilige Nacht“ spielen. Und das bei über 30ºC vor der allgemeinen Verkaufs-Geräuschkulisse. Ob ich jemals wieder dieses Lied nur mit Weihnachten verbinde?

Ich kaufe nur einen Kühlschrankmagneten und muss mich den enttäuschten Gesichtern der Sonnenschirm- und Flötenverkäufer stellen. Was haben wir in Europa für eine schöne und behütete Kindheit. Einer der jugendlichen Verkäufer hat leider jetzt bereits schon rote Zähne vom Betelnuss kauen. Mit zwanzig wird er vermutlich aussehen wie ein alter Mann. Schule? Nein, diese Chance haben viele dieser Kinder hier leider nicht.

Nach dieser Ruhepause mache ich mich auf den Weg zu meinem Treffpunkt mit Jimmy um die anderen Sehenswürdigkeiten auf dem riesigen Gelände zu besichtigen. Wir fahren ein Stück mit Jimmys Tuktuk die Straße entlang und dann bin ich wieder zu Fuß unterwegs. Jimmy hat heute morgen einen Lageplan mitgebracht und mir in diesem unseren nächsten Treffpunkt eingezeichnet. So marschiere ich von Tempel zu Tempel in dieser wirklich einmaligen und fantastischen Anlage.

Und weil mich die Magie dieser Tempel so in den Bann gezogen hat, werde ich auch unbedingt den Nachbarländern Vietnam und Thailand mit ihren zahlreichen Tempeln einen Besuch abstatten.


Kategorie: 1, Reiseberichte, Reisetipps

03.09.2020 -
 Quelle: riu-check.de

 Bildquelle: Dirk Steinborn - Pixelio.de

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