Macht Nachhilfeunterricht Sinn?

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Macht Nachhilfeunterricht Sinn?

In Deutschland erhalten rund 1,2 Millionen Schüler Nachhilfe wie eine Studie der Bertelsmann Stiftung von 2016 belegt. Wer denkt, dass nur Schüler mit schlechten Noten Nachhilfe erhalten liegt jedoch falsch. Die Studie zeigt, dass ein eindeutiger Trend besteht auch Kinder mit guten bis sehr guten schulischen Leistungen durch Nachhilfeunterricht zu fördern.

Nachhilfeunterricht, das Wundermittel für gute Noten?

Schule-KinderEs lässt sich nicht eindeutig belegen, dass Nachhilfe zu einer Leistungssteigerung und besseren Noten führt. Wer überlegt sein Kind zum Nachhilfeunterricht zu schicken sollte zuerst die Ursachen für die schlechten Noten ergründen.

Nicht immer ist mangelndes Wissen der Grund, sondern psychologische Faktoren (Trennung der Eltern, Probleme mit Mitschülern)können eine Rolle spielen. Hat der Schüler dagegen Schulstoff durch Umzug oder Krankheit versäumt hilft Nachhilfe effektiv dabei Wissenslücken zu schließen. Wichtig ist, sich gemeinsam mit dem Kind für Nachhilfeunterricht zu entscheiden. Denn nur für einen motivierten Schüler führt die Nachhilfe zum gewünschten Erfolg.

In welchen Fächern eignet sich Nachhilfeunterricht?

Eltern, die sich für Nachhilfeunterricht entscheiden, machen dies häufig nicht nur um schulisches Versagen zu verhindern, sondern um die Chancen für einen hohen Bildung- und Ausbildungsweg ihres Kindes zu sichern. Die gute Leistung soll beibehalten und zusätzlich gefördert werden, denn die Lehrer an den Schulen haben meist keine Zeit mehr den Einzelnen zu fördern. Die verbreitetsten Fächer für Nachhilfeunterricht in Deutschland sind: Mathematik, Fremdsprachen und Deutsch. Viele Schüler erhalten zudem in mehr als einem Fach Nachhilfeunterricht. Insbesondere der Unterricht in Mathematik oder Fremdsprachen baut jedes Schuljahr inhaltlich aufeinander auf. Wissenslücken zu schließen ist also sinnvoll um einen dauerhaften Anschluss im Unterricht zu erleichtern.

Welche Form von Nachhilfeunterricht ist am Besten?

Online Nachhilfe, wie sie beispielsweise Preply.com anbietet, Gruppenunterricht oder Einzelunterricht, das Angebot an Nachhilfe-Institutionen und -Formen ist beinahe unendlich. Grundsätzlich sind Experten (ob Institut oder Lehrer) besser informiert, wie der Unterricht an der Schule vermittelt wird, und sollten daher Nachhilfe geben, denn Sie erkennen eher was versäumt wurde. In erster Linie sollte aber die Chemie zwischen Schüler und Nachhilfelehrer stimmen.

Eltern sollten sich auch hier mit dem Kind zusammensetzen und gemeinsam entscheiden. Lernt der Schüler lieber alleine oder in der Gruppe, ist er oder sie motiviert selbständig online zu lernen oder ist ein Nachhilfelehrer besser geeignet. Wer sein Kind in die Entscheidung miteinbezieht hat gute Chancen, dass der Nachhilfeunterricht ein Erfolg wird.

Bei mangelhaften Kenntnissen in einer Fremdsprache, kann übrigens auch ein Sprachurlaub in den Ferien große Erfolge erzielen.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

erfolg-beim-lernenJe nach Nachhilfe-Institution und Unterrichtsform ist mit Kosten zwischen 10 und 30 Euro pro Unterrichtseinheit a 45 Minuten zu rechnen. Privatlehrer sind zwar teurer, können aber auf die individuellen Bedürfnisse des Schülers eingehen und sehr kompetente Nachhilfe geben.

Der Großteil der Schüler in Deutschland erhält 1–2 Stunden Nachhilfeunterricht pro Woche. Auch hier gilt keine allgemeine Regel, ist das Ziel zum Beispiel eine anstehende Klassenarbeit zu bestehen, kann ein intensiver Unterricht helfen, soll dagegen langfristig gefördert werden, sollten maximal zwei Unterrichtsstunden pro Woche reichen. Schließlich soll der Schüler motiviert bleiben und Zeit für Freizeit haben.

Was zeichnet eine gute Nachhilfe aus?

Bevor langfristige Verträge mit Nachhilfe-Institutionen unterschrieben werden sollte man sich gut informieren. Es ist hilfreich sich im Freundeskreis oder beim Klassenlehrer zu erkundigen mit welchen Institutionen oder Privatlehrern diese gute Erfahrungen gemacht haben. Seriöse Institute bieten eine kostenfreie Probestunde an und überprüfen genau (oftmals auch bei der Schule) worin die Wissenslücken bestehen.

Wer sich für Nachhilfeunterricht entscheidet, sollte sich außerdem regelmäßig mit dem Kind und Klassenlehrer zusammensetzten um zu sehen, ob die Nachhilfe das gewünschte Ergebnis liefert. Spätestens nach ein paar Monaten sollte ein erster Erfolg sichtbar werden.

Was muss ich beachten um die richtige Nachhilfe zu finden?

Finden Sie hier noch einmal alle wichtigen Punkte zusammengefasst:

  • Finden Sie heraus warum sich die Noten verschlechtert haben, liegt der Grund wirklich an mangelndem Wissen?
  • Stellen Sie sicher, dass ihr Kind motiviert ist am Nachhilfeunterricht teilzunehmen. Nur eine aktive Teilnahme führt zum gewünschten Ergebnis.
  • Entscheiden Sie gemeinsam mit ihrem Kind welche Form der Nachhilfe am Besten geeignet ist.
  • Erkundigen Sie sich beim Klassenlehrer, bei anderen Eltern und in Ihrem Freundeskreis mit welchen Institutionen oder Privatlehrern diese gute Erfahrungen gemacht haben.
  • Vereinbaren Sie eine kostenlose und unverbindliche Probestunde.
  • Stellen Sie sicher dass die Chemie zwischen Ihrem Kind und dem Lehrer (und gegebenenfalls der Lerngruppe) passt. Nur so ist ein Erfolg gewährleistet.
  • Setzen Sie sich regelmäßig mit ihrem Kind und dem Klassenlehrer zusammen und überprüfen Sie ob der gewünschte Lerneffekt eintrifft.
  • Spätestens nach ein paar Monaten sollte dann ein erster Erfolg sichtbar sein.



    09.10.2017 -
     Quelle: riu-check.de

     Bildquelle: S. Hofschlaeger, Stephanie Hofschlaeger - Pixelio.de

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